Frisch serviert aus Chrissys Stimmküche: #1 - Rühren, Singen, Sein

Ein Blick in Chrissys Stimmküche: Vom Mitsingen in der Dusche bis zur stimmlichen Metal-Eskalation im Cabrio – Gedanken und Momentaufnahmen aus dem Alltag mit Stimme und Emotionen.

Chrissy DeJar

3/24/20262 min read

Hallo Vocal - Nerd!

Willkommen in Chrissys Stimm- und manchmal auch Gerüchteküche!

Hier wird gerührt, geschüttelt, zusammengewürfelt – manchmal fliegt was vom Tisch... Dann kriegt`s die Katze. Sie heißt Möhre, übrigens.


Dieses ist mein allererster Blog, ich dachte ich probiers mal. Vielleicht geht es hier auch nicht immer nur um die Stimme, aber eigentlich doch, denn sie ist ja immer präsent.

Wir suchen das richtige Messer, schärfen es, weinen beim Zwiebelschneiden, lachen über missratene Rezepte und sortieren uns neu.
Zwischendurch wird gewürzt, experimentiert, ein bisschen probiert, ein bisschen improvisiert.

Tricks, Hacks, Gedanken und alles, was im Sängeralltag hängen bleibt – mal verrückt, mal überraschend, aber immer auf der Basis meiner Erfahrungen als Diplom-Sängerin und autorisierter Complete Vocal Technique Coach.
Hier wird nicht geglättet, hier wird gekocht. Gesund, kreativ, manchmal improvisiert...also perfekt unperfekt – genau wie Musik und Singen sein sollte.

Unsere Stimme – immer dabei
Sie begleitet uns überall: beim Unterrichten, im Job, beim Reden mit anderen Menschen, beim Einkaufen – und sogar beim Autofahren.

Apropos Auto: Mir erzählte eine meiner Sängerinnen, sie habe einen Blechschaden bei Autofahren verursacht, weil sie sich sehr auf ihren Gesang konzentriert hat. Hochmotiviert Deluxe, würde ich sagen... :-)

Wir sehen andere Menschen, die heimlich oder laut mitsingen, und manchmal ertappen wir uns selbst dabei, dass wir vor uns hin singen, ohne es überhaupt zu merken. An der Ampel, auf dem Fahrrad, beim Gassigehen, in der Dusche.....Erst wenn uns jemand ansieht, wird uns bewusst, dass wir singen.

Ich selbst singe manchmal laut im Cabrio, Dach offen. Wirklich laut. Meistens läuft Rock oder Metal, und ich bin stimmlich dann sehr engagiert, inklusive Distortion, volles Programm....Ich merke das oft auch erst, wenn jemand guckt, und die Blicke sagen alles: Sie halten mich für komplett irre. Ich selber finde das völlig normal. ;-) Du sicher auch, denn Du liest ja hier.

Unsere Stimme: vielfältig wie wir selber!

Unsere Stimme passt sich an jede Situation an: mal leise, mal laut...

Btw.: Muss man im Restaurant eigentlich so laut reden, dass auch die hinterste Ecke hört, das Tante Trine neulich eine tote Ratte im Keller gefunden hat? Wie wäre es denn mal mit Zimmerlautstärke?

Sie kann zart klingen, kraftvoll, vorsichtig, ungestüm, weich, leicht hauchig…und vieles mehr. Eben weil sie so eng mit unseren Emotionen verknüpft ist. Sie ist der Spiegel unserer Seele, immer präsent, immer ein Teil von uns. Sie hilft uns, Raum einzunehmen und trägt uns durch den Alltag.

Schon mal drüber nachgedacht? Wer laut spricht, nimmt mehr Raum für sich ein.

Und manchmal spiegelt die Stimme mehr von uns, als wir eigentlich wollen.

Bei mir reagiert die Stimme besonders stark in schwierigen Momenten: Wenn ich mich extrem ärgere, verspannen meine Konstriktoren so stark, dass die Stimmbänder nicht mehr gleichmäßig schwingen und ich heiser klinge. Das ist natürlich wenig hilfreich, wenn ich jemandem seine Grenzen aufzeigen möchte, wie neulich diesem Typen an der Kasse, der meinte, sich vordrängeln zu können, ohne zu fragen.

Hier erzähle ich genau davon: Momentaufnahmen, kleine Tricks, Gedanken aus dem Sängeralltag, die bei mir hängen geblieben sind. Ideen zwischen Ahnung und Aha. Frisch gerührt, unperfekt, manchmal nicht ganz verdaut…..

Also, schnupper rein, probier aus, rühr mit... – und schau ob es schmeckt.

Und falls du Lust hast, öfter mal reinzuschauen: Hier gibts immer mal Tipps und Tricks, auch mal Rants, und auch kleine Aha-Momente landen direkt auf dem Tisch und werden in mundgerechte Portionen zerteilt. Guten Appetit!

Willkommen in Chrissys Stimmküche!